Es braucht mehr Diebe – Thievery Corporation

Es braucht mehr Diebe – Thievery Corporation

Seit ihrer Gründung sind the Thievery Corporation für mich ein fester Parameter, wenn es um Downbeats und Loungemusik geht. Eric Hilton und Rob Garza lernten sich 1996 im Club Eighteenth Street Lounge in Washington DC kennen und gründeten das DJ-Duo Thievery Corporation. Die Tracks der beiden, die verstärkt auf Gastmusiker setzen und gerne mit exotischen Sounds experimentieren hatten mit bereits Mitte der 90er fasziniert. Zusammen mit Kruder & Dorfmeister und Stereo MCs und vielen anderen haben sie ein Genre geprägt, dass zu Beginn der 2000er Jahre von der Musikindustrie massiv vermarktet wurde.

Nicht zuletzt die DJ-Kicks-Alben (Thievery Corporation – Release 10. Mai 1999 „It Takes a Thief“) sorgten für eine Verbreitung in Hochgeschwindigkeit. Kurze Zeit später standen Loungemusic-CDs in jedem durchschnittlichen Teenager-CD-Regal und diese Art Musik läuft heute in vielen Ladengeschäften und Bars. Viele Alben dieser Art sind reine Konservenmusik und absolut austauschbar. Nicht so bei den Klassikern.

Der reichste Mann Babylons

An dieser Stelle möchte ich das dritte Album der beiden aus dem Jahr 2002 zu Gehör bringen. Mit „The Richest Man In Babylon“ haben the Thievery Corporation ein echtes Zeichen gesetzt und wichtige Impulse zur Entwicklung der Loungemusik gesetzt. Es ist gefüllt mit wundervollen Vocals der Gastmusiker und experimentiert mit zauberhaften exotischen Sounds orientalischer und südamerikanischer Natur. Die Beiträge des jamaikanischen Rappers Notch geben „The Richest Man In Babylon“ den relaxten Reggaetouch.

Zuhören und genießen!